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CRIMAZ – Trennpilz Kupplungsdeckel XL2

CRIMAZ Trennpilz Kupplungsdeckel Vespa PK XL2 Umrüstung

Hier testen wir den verzahnten CRIMAZ Druckpilz, um einen späten V50 Kupplungsdeckel (wohl ab 1978) mit dem langem Kupplungsarm quasi in einen PK XL2 Kupplungsdeckel zu verwandeln. Die zwei kleinen Teile, Druckpilz und Zahnrad, sind mit 69€ nicht ganz billig, trotzdem günstiger wie ein ganzer PK XL2 Kupplugsdeckel, von dem her wollten wir dem Teil mal eine Chance geben.

Origingale Druckpilz Variante

Oben auf den beiden Bildern sieht man wie die normale Variante beim späten V50 Kupplungsdeckel aussieht: Kupplungsarmwelle mit Verzahnung, Hebelstück mit entsprechender Innenverzahnung und Druckpilz.

Nachbearbeitung CRIMAZ Druckpilz

Leider hat sich die Plug ´n Play Hoffung für den relativ hohen Preis nicht erfüllt und wir mussten den Druckpilz mit dem Dremel intensiv bearbeiten. Jetzt ist es natürlich nicht zu 100% klar ob es am CRIMAZ Druckpilz selbst oder am Kupplungsdeckel liegt, den wir auch noch ordentlich bearbeitet haben bis der Druckpilz frei gelaufen ist und nicht mehr geklemmt hat. Fakt ist aber, dass der originale Druckpilz ohne Bearbeitung komplett frei gelaufen ist. Allerdings muss man auch bedenken, dass der origianle Druckpilz „nur“ rund ist, der CRIMAZ Druckpilz aber systembedingt ja mit seiner Verzahnung in den Spalt der runden Öffnung des Druckpilzes reicht und der originale Kupplungsdeckel hierfür nicht direkt vorgesehen ist.

CRIMAZ Druckpilz verbaut

Auf den Bildern oben ist es nach intensiver Nacharbeit jetzt soweit verbaut. Wir haben uns entschloßen das CRIMAZ Zahnrad nicht mit z.B. Locite zu verkleben wie es auf der Beschreibung empfohlen wird, da wir es so versuchen wollen und uns der Sinn nicht ganz erschließt. Hier wird sich zeigen, ob die Einschätzung stimmt oder nicht. Im CRIMAZ Set ist noch ein neuer O-Ring für den Kupplugsarm dabei. Generell ist der Wechsel des O-Rings relativ schwierig bei dieser Art Kupplungsdeckel und erschwerend kommt hinzu, dass wenn man den Kupplungsarm zeiht meist die losen Lagernadeln des oberen/mittischen Lagers rausfallen, was sehr lästig ist das wieder alles sauber zusammen zu bekommen.

Einstellung Winkel Hebelarm

Jetzt geht es noch darum den Kupplungsarmhebel in der richtigen Position bzw. im richtigen Winkel anzubringen, da es hier wie original keine vordefinierte Position mehr gibt. Ziel ist es wenn später der Seilzug eingehängt wird in der Grundstellung der Hebel ca. im rechten Winkel zum Kupplungszug für eine optimale Hebelwirkung. Hier mussten wir etwas rumprobieren und haben zum Vergleich einen originalen Kupplungsdeckel als Referenz genommen. Stellt man den Hebel wie original ein, dann steht später der Kupplungsarmhebel schon „zu weit vor“, sprich zu wenig Winkel wie wenn der Kupplungzug schon gezogen wäre was mechanisch ungünstig wäre. Vermutlich ist das so, weil der CRIMAZ Kupplungspilz nicht ganz bündig mit dem Kupplungsdeckelgehäuse ist und erst etwas ausrücken muss, um wie der originale Druckpilz bündig zu sein also hier schon etwas Hebelweg braucht. Also muss man den Hebel etwas weiter „vorspannen“. Nach zwei weiteren Versuchen haben wir den richtigen Punkt gefunden.

FAzit

Durch die Nacharbeiten war der Aufwand relativ hoch bis der CRIMAZ Trennpilz Satz eingebaut war. Hier ist aber nicht auszuschließen, dass es an unserem verwendeten Kupplungsdeckel lag und es bei einem anderen eventuell auch ohne Nacharbeit geht. Auch das einstellen des Hebelarmwinkels muss man systembedingt ausprobieren. Auch sind die zwei kleinen Teile nicht ganz billig, aber wahrscheinlich auch nicht einfach in kleinerer Serie zu fertigen.

Im Fahrversuch haben die Teile aber ihren Zweck erfüllt und eine EVOK Soft Iron Clutch Kupplung mit einer Polini Wave Feder haben sich von der Kraft her ca. gekuppelt wie eine 3-Scheiben-Standardkupplung. Im Vergleich haben wir das gleiche Kupplungs-Setup auch mit einem EVOK Kupplungsdeckel in PK XL2 Spezifikation kombiniert, was sich im Vergleich vielleicht noch einen kleinen Tick leichter kuppelt und mit dem späten Standardkupplungsdeckel ohne Veränderungen wo man schon deutlich die sportiche Auslegung der Kupplung spürt – grundsätzlich auch okay fahrbar aber schon deutlich schwerer.